Do it yourself erobert das Internet

By 18. April 2017Webentwicklung

In den letzten Jahren haben sich Internetauftritte zu wichtigen Marketing-Instrumenten gewandelt. Wer diese bisher nicht in Anspruch genommen hat, kommt im Zuge der weit verbreiteten Werbung von Internet-Providern auf die Idee, sich eine attraktive und kostengünstige Webseite scheinbar kinderleicht selbst zu erstellen.


Webauftritte eigenhändig generieren

Hierfür werden Baukastensysteme angeboten, die bereits eine Auswahl an vorgefertigten Layouts zur Verfügung stellen. Durch die Bestimmung festgelegter Designoptionen und dem Einbetten eigener Medien und Textinhalte lassen sich die Vorlagen nutzen. Programmierkenntnisse sind hierfür nicht erforderlich und sowohl Sicherheits- als auch Funktions-Updates nimmt der Provider eigenständig vor. Die Hinterlegung der Webseite bewirkt jedoch eine Abhängigkeit von dem Provider, die bei einem Web-Transfer zu einem anderen Anbieter oder bei Expansion zu individuellen Profilösungen zu einem Problem werden kann.



Günstig – doch zu welchem Preis?

Die Bezahlung der Systemkosten des Webbaukastens erfolgt in kleinen Monatsbeiträgen für Web-Adresse, Hosting, Updates und Call-Center Support. Teilweise gibt es sehr günstige Angebote, die durch Werbung auf der Webseite finanziert werden.
Im Gegensatz dazu bieten Dienstleister (vom Freelancer bis zur  Internetagentur) die gängigen, marktführenden Open Source Content-Management-Systeme an. Diese sind kostenfrei, müssen aber ebenso kontinuierlich gepflegt werden. Hier fallen jährliche Kosten für das Hosting der Website, einmalige Kosten für die Erstellung der Präsenz und monatliche Gebühren für die Pflege und Aktualisierung an.

Die wahren Kostenträger eines Internetauftritts liegen bei beiden Lösungen aber nicht am System, sondern in den Textinhalten, Bildwelten, einer erfolgreichen Gesamtkonzeption zur Differenzierung vom Wettbewerb.

Eine Webpräsenz muss entweder aktiv beworben werden, um Interessenten zu generieren oder in der Suchmaschine leicht aufzufinden sein. Eine attraktive Webseite mit guten Inhalten ist leider noch kein Garant für eine gute Platzierung im Google-Ranking. Die Voraussetzungen hierfür sind viel Fachwissen oder eine gute Beratung genauso wie entsprechende Textinhalte.

 

Fazit

Web-Baukästen sind für Privatleute, Vereine und Kleinunternehmer geeignet, die ihre Leistungen mit einem einfachen Webauftritt und kleinem Budget erstmalig präsentieren möchten. Die Anpassungsmöglichkeiten der Layoutvorlagen reichen hierfür aus, um erste gute Ergebnisse zu erzielen. Gute Inhalte sollten jedoch bereits vorliegen und man hat die Zeit sich in die neue Materie einzuarbeiten.

Unternehmen und Selbständige, die ein nachhaltiges Marketinginstrument benötigen, werden mit Baukastensystemen nicht bedient. Die eingeschränkte Differenzierung vom Wettbewerb, fehlende Vermarktungs- und Evaluierungsmöglichkeiten und der hohe Zeitaufwand für die Erstellung und Pflege der Inhalte sind Gründe gegen einen Unternehmenseinsatz von gehosteten Webseiten-Baukästen.

Bei fehlenden Fachwissen bezüglich des Designs, der Webinhalte, der Suchmaschinenoptimierung und der Erfolgsmessung, empfiehlt es sich, einen Dienstleister mit einem spezialisiertem Team zu beauftragen.

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